„Leben mit dem Tod“ : Trauernde Kinder und Jugendliche malen und zeichnen mit der Künstlerin Renate Rüter-Nork

An vier Terminen haben trauernde Kinder und Jugendliche unter Anleitung der Künstlerin Renate Rüter-Nork und mit Unterstützung von Ellen Kolter, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projekts, ihre Trauer und die Beziehung zum Verstorbenen individuell und künstlerisch gestalten können.

Renate Rüter-Nork, die als Kind selbst früh ihre Mutter durch den Tod verloren hat, brachte den Kindern und Jugendlichen auf sensible Art und Weise verschiedene Techniken nahe, die es ermöglichten, den Namen des Verstorbenen oder persönliche Erinnerungen auf künstlerische Art und Weise zu gestalten.

„Die Kinder und Jugendlichen waren am Ende selbst sehr überrascht über ihre eigenen Werke“, sagt Stephanie Witt-Loers, die Projektleiterin des Kooperationsprojekts des DRK Kreisverbands des Rheinisch Bergischen Kreises und des Instituts Dellanima. „Trauern ist ein Prozess. Wesentliche Themen, wie z.B. Gedanken und Gefühle auszudrücken und den Verstorbenen in den aktuellen Lebensbereich zu integrieren müssen bearbeitet werden und konnten im Malprojekt auf kreative, tröstliche Weise zum Ausdruck kommen, so die Trauerbegleiterin und Fachautorin.

Schambesetzte sowie geheime Gedanken und Gefühle, die im Trauerprozess auftauchen und die für den Betrachter der Werke nicht zu sehen sein sollen, fanden ebenso Raum wie schöne, tröstende Erinnerungen.

Die von der Künstlerin Rüter-Nork, angebotenen Techniken wie mit Ölkreide auf Leinwand zu schreiben oder zu zeichnen, mit Wassersprüheffekten, der Nutzung von verschiedenfarbigem Seidenpapier und Acrylfarbe persönliche Botschaften und Erinnerungen zu gestalten, fand bei allen großen Anklang.

Eine insgesamt sehr beeindruckende und berührende Aktion, die Renate Rüter-Nork mit Unterstützung und viel Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Projekts Ellen Kolter im Rahmen des Projekts „Leben mit dem Tod“ angeboten werden konnte.

Die Werke werden in der Ausstellung „Erinnerungen“ im Kreishaus der Stadt Bergisch Gladbach zu sehen sein.

Ausstellungseröffnung 04.07.2018 19.00 Uhr

Die Ausstellung kann bis zum 27.07.2018 besucht werden.

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