20. April 2021
von Stephanie Witt
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Gedenkveranstaltung für alle in der Corona-Zeit Verstorbenen

In Deutschland sind bis heute rund 75.000 Menschen mit und an Covid-19 gestorben. Auf Bundesebene fand am gestrigen Sonntag, dem 18. April eine von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierte Gedenkveranstaltung statt.

Doch auch auf lokaler Ebene gab es zahlreiche Veranstaltungen, so auch bei uns in Bergisch Gladbach. Stephanie Witt-Loers (Trauerbegleiterin, Projektleiterin, Therapeutin und Autorin), Leiterin des Kooperationsprojekts des Instituts Dellanima mit dem DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“, gab dabei den Anstoß zu einer vom Institut Dellanima in Absprache mit dem DRK und den zuständigen Behörden organisierten Feier. Gedacht wurde der Menschen, die an/mit Covid-19 gestorben sind, und derjenigen, die während dieser Zeit aus ganz anderen Gründen gestorben sind, denn Sterben und Abschiednehmen in einer Zeit, in der die Pflege, die Möglichkeit, Kranke und Sterbende zu besuchen und sich zu verabschieden durch das Virus eingeschränkt sind, macht die Situation für Betroffene noch schwerer, als sie es ohnehin schon ist. Darum wurde an alle Verstorbenen gedacht, von denen viele alleine sterben mussten. Insgesamt ging es sowohl um die Verstorbenen als auch um das Leid der trauernden Menschen.

Die ordnungsgemäß angemeldete Gedenkveranstaltung begann unter Einhaltung aller geltenden Vorschriften bei Einbruch der Dunkelheit. Zunächst wurden, wie es zurzeit erforderlich ist, die Kontaktdaten aufgenommen und Symptome abgefragt. Neben den Initiatorinnen und Organisatoren waren anwesend Frau Claudia Horsch, deren Tochter im vergangenen Jahr im Alter von nur 6 Jahren gestorben ist, stellvertretend für alle trauernden Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis, deren Angehörige seit Beginn der Corona-Krise gestorben sind, Herr Dieter Schielinski, stellvertretend für alle Menschen, die um jemanden trauern, der an/mit Corona gestorben ist, ein Großteil der Paten unseres Kooperationsprojekts (https://www.dellanima.de/institut-dellanima/spenden-und-forderer/), nämlich Herr Bürgermeister Frank Stein, Frau Sylvia Zanders, Frau Mechthild Münzer, Herr Klaus Dieter Becker und Herr Stephan Santelmann, sowie unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter Frau Renate Gronewald und Herr Gerald Gronewald, die für das Gelingen unseres Projekts sehr wichtig sind. Herr Dr. Hermann-Josef Tebroke, MdB, der gerne gekommen wäre, ließ aus Berlin herzliche Grüße ausrichten, ebenso wie Wolfgang Bosbach, der sich zurzeit in Bayern aufhält.

Für jeden der rund 125 an/mit Corona gestorbenen Menschen wurde rund um den Springbrunnen auf dem Konrad-Adenauer-Platz eine Kerze angezündet und stellvertretend für die vielen anderen in dieser Zeit verstorbenen Menschen stand eine große Kerze. Ein wunderbarer Blumenkranz und wunderschön gestaltete Herzen wurden auf den Stelen neben dem Brunnen ausgelegt.

Stephanie Witt-Loers und Herr Bürgermeister Stein hielten beide eine kurze Ansprache und Detlef Scholz von den Labbese und Paul-Akustik-Rock sorgte mit drei ausgesuchten Gesangsstücken, nämlich „Nur zu Besuch“ von Glashaus, „Tears in Heaven“ von Eric Clapton und „Hallelujah“ von Leonard Cohen, für einen angemessenen musikalischen Rahmen.

Die trauernden Menschen, die zurückbleiben, fühlen sich in ihrem Schmerz mit ihrem großen Verlust in dieser wirren, schwierigen Zeit häufig sehr einsam und allein. Einen wichtigen Menschen zu verlieren, ist ein schweres Schicksal. Es bedarf vieler Anstrengungen, um sich der neuen Lebenssituation anzupassen und nicht selbst den Lebenswillen zu verlieren. Auf diesem schmerzhaften Weg in ein anderes Leben sind Gemeinschaft und ein soziales Netz oft sehr wichtig. Den Trauernden zu zeigen, dass wir Anteil nehmen und uns mit ihnen verbunden fühlen, war uns ein besonderes Anliegen. Sie sind nicht vergessen und sie sind nicht allein.

23. März 2021
von Stephanie Witt
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3.500€ für das Projekt „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“

Ende 2020 hatte der Verein „Hits für’s Hospiz“ ein neues Förderprogramm ausgeschrieben, bei dem aus bisher nicht ausgeschöpften Fördermaßnahmen und Rückführungen freigewordene Finanzmittel ausgeschüttet werden sollten.

Um eine solche Förderung hatte sich auch der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut Dellanima für sein Projekt „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ beworben und freute sich jetzt über eine Bewilligung in Höhe von 3.500€.

Das Projekt bietet qualifizierte und professionelle Trauerbegleitung und Be­ratung für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien, sowie Begleitung, Schulung und Beratung für Kindergärten und Schulen. Seit dem Jahr 2012 sind die Angebote gemäß der Nachfrage stetig gewachsen: Einzelberatung und -begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Familientrauerbegleitung, Kindertrauergruppen, das Trauercafé für Jugendliche, Bezugspersonentreffen, die Gruppe junger Witwen und der Männerstammtisch sind nur einige der Angebote, die kostenlos angeboten werden.

Darüber hinaus finden immer wieder themenspezifische Sonderveranstaltungen für Trauernde und ihre Familien statt. So finden regelmäßig Graffitiprojekte, Näh- und Schmuckworkshops und viele weitere Kreativ-Angebote statt. Auf kreative Weise können sich die Betroffenen so mit ihrer Trauer auseinander setzen und erhalten darüber einen ganz neuen Zugang zu ihren Gefühlen. Bei Ausflügen, wie zum Beispiel zu den Konzerten der Projektpaten Cat Ballou, zum JumpHouse nach Köln oder zum Schwarzlicht-Minigolf, bekommen die Betroffenen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, aus ihrem oft traurigen und bedrückenden Alltag zu entfliehen.

Das Projekt „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Die Angebote – sowohl die Begleitungen als auch die Ausflüge und Kreativ-Projekte – sind für alle Beteiligten kostenlos. Ohne die finanzielle Unterstützung zahlreicher Förderer, wie zum Beispiel Hits fürs Hospiz, wären die qualifizierten Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien nicht realisierbar.

21. Februar 2021
von Stephanie Witt
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Refrather „KG für uns Pänz“ spendet für Kinder und Jugendliche

Das Projekt „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ freut sich über Unterstützung.

Die erste digitale Karnevalssitzung der Refrather KG für uns Pänz e.V. war ein großer Erfolg. Mehr als 500 registrierte Nutzer erwarben eines der Tickets für den Livestream und genossen ein buntes Karnevalsprogramm mit ihrer Familie zu Hause auf dem Sofa. Je Ticket hatte die Gesellschaft zwei Euro als Spende für gemeinnützige Zwecke zur Seite gelegt. Dazu kam das außerordentliche Engagement aus dem Mitgliedsreihen der Gesellschaft, die in ihrem Stadtteil viele Tausend Euro an Spenden gesammelt hatten. Insgesamt kamen am Ende 11.111,11 Euro für den guten Zweck zusammen. Diese verteilt die KG für uns Pänz an drei Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Neben dem Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Refrath sowie dem Heilpädagogischen Kinderheim in Bensberg, darf sich auch das Kooperationsprojekt des Instituts Dellanima und des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ über einen Teil der Spenden freuen.

Zur feierlichen Scheckübergabe – draußen und auf Abstand – hatten die Verantwortlichen jetzt vor die Steinbreche in Refrath eingeladen. Projektleiterin Stephanie Witt-Loers nahm den Scheck gerne entgegen und dankte den Karnevalisten herzlich für ihr Engagement.

„Wir sind dankbar, dass unser Projekt, gerade in Zeiten der Pandemie, so großzügige Unterstützung erfährt. Die Trauerbegleitung ist für Betroffene zum aktuellen Zeitpunkt noch wichtiger als je zuvor und könnte ohne die zahlreichen Spenden in der Form nicht aufrecht erhalten werden“, so Stephanie Witt-Loers.

Stephanie Witt-Loers

9. Februar 2021
von Stephanie Witt
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Trostteddys für trauernde Kinder und ihre Familien

Bergisch Gladbach – Normalerweise sind die Räumlichkeiten im Institut Dellanima in Bergisch Gladbach-Herkenrath mit trauernden Kindern, Jugendlichen und ihren Familien belegt, die dort im Rahmen des DRK-Projekts „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ in ihrem Trauerprozess kostenlos begleitet und unterstützt werden. In Zeiten der Pandemie sind die Räume leer. Dennoch müssen die Trauernden nicht alleine bleiben. Alle Angebote, ob Einzelbegleitungen oder Gruppenangebote, finden über Videochat statt.

„Wir schicken jedem Kind vor den virtuellen Treffen ganz persönliche Päckchen. Enthalten ist Material mit dem die Aufgaben und Themen, die die Trauer an kleine wie große Menschen stellt, in der Begleitung bearbeitet werden können“, so Projektleiterin Stephanie Witt-Loers. „Kinder bearbeiten ihre Trauer anders als Erwachsene, eher über das Spiel und das kreative Gestalten. Deshalb ist das selbst entworfene, kindgerechte Material dementsprechend ausgerichtet und der individuellen Situation des Kindes angepasst.“

Sich mit der Trauer und den Folgen zu beschäftigen, sich den neuen Lebensumständen anzupassen, sei mit Schmerz verbunden. Daher freut sich Stephanie Witt-Loers, dass sie den Päckchen jetzt auch wieder einen Sorgenfresser der Initiative Trostteddy e.V. und eine kleine Süßigkeit, gesponsert von den KG Schlader Botze e.V., beifügen darf. Ein kleiner Trost mitten in der Pandemie und in den sehr schweren Zeiten für Kinder, die Papa, Mama oder ein Geschwister verloren haben. 

Seit vielen Jahren unterstützt Uwe Stumpf mit seiner Initiative Trostteddy e.V. das Kooperationsprojekt des DRK und des Instituts Dellanima. So auch in dieser außergewöhnlichen Zeit, in der Stephanie Witt-Loers (Projektleiterin, Therapeutin und Autorin) ihn um Unterstützung bat. Gleich zwei Tage später stand er mit einem prall gefüllten Sack mit den liebevoll, von Hand gestalteten Sorgenfressern und Trostherzen vor der Tür des Instituts Dellanima. Auch die KG Schlader Botze e.V. sind seit einigen Jahren wichtige Unterstützer des Projekts.

„Das sind wichtige Hilfen! Besonders in der aktuellen Zeit, denn das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden“, erklärt Stephanie Witt-Loers.  Damit trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien in dieser Zeit nicht allein mit ihrer Situation bleiben und das Angebot weiter bestehen bleiben kann, hat der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ein Spendenkonto eingerichtet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE84 3705 0299 0311 0016 59
BIC: COKSDE33XXX
Stichwort: „Leben mit dem Tod“