Ausstellung: So sieht meine Trauer aus

In der Ausstellung „So sieht meine Trauer aus“ bringen trauernde Kinder und Jugendliche ihre Gefühle zum Ausdruck. Noch bis zum 11. März ist die Ausstellung geöffnet.

Anna Staub-Herzog und Stephanie Witt-LoersGanz schön eng wurde es am Sonntag im Gemeindesaal von St. Johann Baptist, als DRK-Projektleiterin Stephanie Witt-Loers die Ausstellung „So sieht meine Trauer“ feierlich eröffnete. Mehr als 130 Personen, darunter viele betroffene Familien und Teilnehmer aus der DRK-Kindertrauergruppe, waren gekommen, um sich die Werke trauernder Kinder und Jugendlicher anzuschauen.

„Nehmen Sie sich Ruhe und viel Zeit, die Objekte auf sich wirken zu lassen“, empfiehlt Stephanie Witt-Loers den Gästen. „Hinter jedem Objekt steckt eine Geschichte, bei der es immer um den Verlust einen geliebten Menschen geht.“

Neben individuellen Zeichnungen, Objekten und Texten, in denen sich die jungen Menschen mit ihren Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen auseinandersetzen, fällt direkt zu Beginn der Ausstellung das Objekt „Sternenhimmel“ ins Auge. Hierbei handelt es sich um ein gemeinschaftliches Werk aller Trauernden, die über das DRK-Projekt „Leben mit dem Tod“ sowie durch das Institut Dellanima begleitet wurden. Auf einer blauen Palette sind zahlreiche Sterne befestigt, die einem Verstorbenen gewidmet sind. „Oma und Opa“, „Mama“ und „Du fehlst“ sind hier genauso zu lesen, wie zahlreiche Namen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, vor Ort einen eigenen Stern zu beschriften. Hierfür hatte Stephanie Witt-Loers gemeinsam mit ihrer Kollegin Anna Staub-Herzog unbemalte Sterne bereit gelegt, die auf Wunsch am „Sternenhimmel“ befestigt werden.

„Die ausgestellten Werke zeigen nicht nur die Trauer, das Leid, die Verzweiflung und den Schmerz, den die Kinder und Jugendlichen nach dem Tod des geliebten Menschen empfinden“, so Stephanie Witt-Loers. „Sie zeigen auch die kostbaren Erinnerungen an einen wichtigen Menschen. Und sie drücken aus, dass das Leben, trotz des erfahrenen Leids, noch immer als wertvoll und lebenswert empfunden werden kann.“

Genau darauf machte Stephanie Witt-Loers auch einen Tag nach der offiziellen Eröffnung in ihrem Vortrag „Leben ohne Dich – Vom Umgang mit der Trauer“ aufmerksam. Im Rahmen der Themenwoche „Trauer ist Leben in Seelentiefe“, organisiert vom Katholischen Bildungswerk, gestaltete sie in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung einen Abend zu diesem Thema und lud die rund 70 Zuhörer noch einmal zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein.

Möglich gemacht wurde die Ausstellung durch die mutigen Kinder und Jugendlichen, die ihre Werke zur Verfügung gestellt haben; zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bei den Vorbereitungen geholfen haben sowie die Firma Gahrens und Battermann, die für die perfekte Ausleuchtung der Objekte sorgte.

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