Trauer

Nichts im Leben ist für immer und nichts bleibt wie es ist.

trauerDie Erfahrung des Abschied Nehmens, des Verlustes, machen wir zwangsläufig alle in unserem Leben. Das trifft auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu, auch wenn wir in den verschiedenen Entwicklungsphasen und unserer eigenen Persönlichkeit entsprechend anders trauern. Trauer kann vielfältige Ursachen haben. Wenn wir einen Verlust erleben – etwa von Haus oder Heimat, vom Arbeitsplatz, einem geliebten Tier, von Lebensperspektiven oder einen Verlust durch Trennung, Scheidung, Krankheit oder durch den Tod – trauern wir.

Je enger wir dem Menschen, Gegenstand oder Lebensentwurf verbunden waren, umso tiefer ergreift uns unsere Trauer. Der Verlust eines nahe stehenden Menschen ist ein einschneidendes, schmerzvolles Erlebnis. Unser Lebensgefüge gerät durcheinander, die Fundamente unseres Lebens werden erschüttert. Wir können in tiefe Verzweiflung und Einsamkeit fallen. Verlusterlebnisse können so starke Gefühle in uns auslösen, dass wir uns selbst nicht mehr kennen, dass wir uns in unserem Leben nicht mehr zu Recht finden, uns entwurzelt und haltlos fühlen. Durch die veränderte Lebenssituation, neue Anforderungen im Alltag und die damit verbundene emotionale Befindlichkeit geht der Kontakt zu  Mitmenschen und Freunden oft verloren. Wir geraten häufig an körperliche und seelische Grenzen.

Oft stellen wir unser eigenes Lebenskonzept in Frage, finden manchmal keinen Sinn mehr darin! Auch die Gesellschaft mit ihren hohen Leistungsansprüchen und unser soziales Umfeld lassen uns selten genügend Raum zum Trauern und verlangen oft, dass wir schnell wieder funktionieren. Sich in einer fundamental veränderten Lebenssituation wieder zu Recht zu finden, sich selbst wieder zu finden braucht Zeit und Raum. Und einen ganz persönlichen Weg der Trauer, denn nichts ist mehr so wie es war.

Trauer ist eine natürliche, lebenserhaltende und normale Reaktion auf einen Verlust.

kerzeTrauer ist so individuell und vielfältig wie wir selbst. Sie entsteht da, wo Menschen eine innere Beziehung und Bindung zu dem gestorbenen Menschen empfunden haben. Trauer ist ein Prozess, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und er ist notwendig, um den Verlust in das eigene Leben zu integrieren. Trauerprozesse sind enorm anstrengend und teilweise sehr beängstigend, da sich Trauer in körperlichen, psychischen, in Verhaltens- und sozialen Reaktionen zeigen kann. Hinterbliebene, auch Kinder und Jugendliche sind vielen unterschiedlichen, sehr intensiven und oft widersprüchlichen Gefühlen wie Schmerz, Verzweiflung, Liebe, Neid, Ohnmacht, Wut, Scham, Panik, Freudlosigkeit, Angst, Trauer, Dankbarkeit, ausgesetzt. Vielfach spielt die Auseinandersetzung mit Gedanken von Schuld eine belastende Rolle. Trauerreaktionen gehören zum  Trauerprozess. Sie  können uns verunsichern, aber sie haben ihre Berechtigung.

Trauer ist ein langer Prozess, der sich wandelt und bei jedem Menschen anders verläuft. Oft ist es hilfreich, auf diesem ganz persönlichen Weg des Lebens ein Stück begleitet zu werden. Gerne reiche ich Ihnen meine Hand und gehe wenn Sie mögen ein Stück mit Ihnen oder Ihrem Kind auf Ihrem Lebensweg.