Kindertrauergruppe

Kindertrauergruppe mit dem Angebot der Bezugspersonenbegleitung

Ein Teil des Kooperationsprojekts „Leben mit dem Tod“  des DRK und des Instituts Dellanima

Die Kindertrauergruppe

 „Kinder sind in ihrer Trauer auf Erwachsene angewiesen, die sie sensibel wahrnehmen, denen sie sich mitteilen können und die sie durch Informationen, Aufmerksamkeit sowie Zuwendung bei der Bearbeitung ihrer individuellen Trauer unterstützen.“ (Kindertrauergruppen leiten- ein Handbuch“ Gütersloher Verlagshaus 2013, Stephanie Witt-Loers, Birgit Halbe)

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In der Kindertrauergruppe werden trauernde Kinder von qualifizierten und erfahrenen Trauerbegleitern durch Gespräche, Impulse durch Texte, Musik, Filme und kreative Angebote in ihrem individuellen Trauerprozess begleitet. Hier bekommen sie Raum für den Ausdruck ihrer Gefühle und Erinnerungen. Jedes Kind wird mit seinen persönlichen  Bedürfnissen wahrgenommen und unterstützt. Die Kindertrauergruppe bietet Kindern die Möglichkeit sich mit anderen Kindern, die ähnliches erlebt haben auszutauschen. Kinder erfahren so Gemeinschaft und dass sie nicht alleine in sind mit ihren Gedanken, Gefühlen und Sorgen.


Kindertrauergruppen 
wirken auch entlastend auf die gesamte trauernde Familie oder die Bezugspersonen des trauernden Kindes. Das gegenseitige Verständnis und die Kommunikation innerhalb des Systems werden angeregt.  Das „System Familie“ wird dabei unterstützt, gemeinsame Rituale sowie eine individuelle Trauerkultur zu finden. Positive Aspekte in der Trauer sowie individuelle Fähigkeiten und Ressourcen sowie solche des Bezugssystems werden aufgedeckt und gefördert. Verständnis und Respekt vor den Reaktionen und dem Umgang jedes einzelnen Familienmitglieds mit seiner Trauer werden aufgebaut und gestärkt.

(Auszug aus: Kindertrauergruppen leiten- ein Handbuch“ Gütersloher Verlagshaus 2013, Stephanie Witt-Loers, Birgit Halbe) Wir bieten zudem auf Anfrage Kindertrauergruppen zu speziellen Themen, wie z. B. Trauergruppe für Kinder nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen durch Suizid.

Familien und Bezugspersonen einbeziehen

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Der Tod eines Elternteils, eines Geschwisterkindes, der Großeltern oder eines Freundes löst bei Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen neben vielfältigen Gefühlen wie Trauer, Angst und Verzweiflung auch viele Fragen, Unsicherheiten und Probleme aus. Oft verändert sich die gesamte Lebenssituation. Bezugspersonen fühlen sich im Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen häufig überfordert, wissen nicht wie sie ihnen begegnen sollen und können deshalb nicht unterstützend begleiten. Vielfach benötigen trauernde Erwachsene selbst Unterstützung in ihrer Trauer.

In der Begleitung kann geklärt werden, welche Entlastungsmöglichkeiten den Alltag erleichtern können und wie ein gegenseitiges Verständnis in der Familie trotz der Trauer jedes Einzelnen möglich sein kann. Termine für Einzel- oder Familiengespräche können Sie individuell mit Stephanie Witt-Loers vereinbaren.Wir möchten Ihnen und Ihrer Familie einen langfristigen, persönlichen aber auch familiären Umgang mit Verlust und Trauer ermöglichen. Wir sind für Sie da und beantworten Ihre Fragen zum Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen und informieren über Trauerreaktionen und Trauerprozesse und unterstützen dabei, ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu geben und helfen, sich der veränderten Lebenssituation anzupassen.

Das DellTha Konzept – Konzept der Kindertrauergruppenarbeit und Bezugspersonenbegleitung

(Institut Dellanima und Kindertrauerzentrum Thalita des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe)

Gearbeitet wird nach dem DellTha Konzept, dass in Kooperation des Instituts Dellanima: Stephanie Witt-Loers und der Leiterin des  Kindertrauerzentrum Thalita des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe, Birgit Halbe entwickelt wurde. Das Konzept wurde im Fachbuch. „Kindertrauergruppen leiten –ein Handbuch“ beim Gütersloher Verlagshaus 2013  veröffentlicht und so Fachkollegen zugänglich gemacht. Es bietet neben vielen theoretischen Grundlagen und Fragestellungen zahlreiche praktische Hinweise zur Arbeit in Kindertrauergruppen und Bezugspersonenbegleitung. Zudem legt es neben vielen anderen Aspekten Wert auf einen fachlich qualifizierten Umgang mit trauernden Kindern und ihren Familien. Die Kindertrauergruppen werden deshalb immer von zwei ausgebildeten, professionellen Trauerbegleitern geleitet und sind auf eine Teilnehmerzahl von sechs bis acht Kindern begrenzt, damit jedes Kind genügend Raum für seine Anliegen bekommt. Weitere Informationen zum Konzept: Kindertrauergruppen leiten- ein Handbuch, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2013, Stephanie Witt-Loers, Birgit Halbe

Dauer, Anmeldung und Kosten

Die Trauergruppen finden über 10 Treffen in den Räumen des Instituts Dellanima statt. Es ist möglich, dass Kinder danach einen weiteren Zyklus der Kindertrauergruppe besuchen. Vor der Teil­nahme an einer Kindertrauergruppe ist ein Gespräch zur Einschätzung der individuellen Situation und den persönlichen Bedürfnissen des Kindes mit einem Erziehungsbe­rechtigten erforderlich. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin mit Frau Stephanie Witt-Loers unter der Telefonnummer: 02204-4817096 oder per Mail unter: info@dellanima.de. Kindertrauergruppen sowie die Begleitung von Bezugspersonen sind im Rahmen des kooperativen Projekts des Instituts Dellanima und des DRK  „Leben mit dem Tod“ kostenfrei.

Zudem können Sie Termine für Einzel- oder Familiengespräche individuell mit Stephanie Witt-Loers vereinbaren.

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ZDF berichtet in der Kindernachrichtensendung Logo über die Trauergruppe