Kindertagesstätten und Schulen

Angebote für Kindertagesstätten, Schulen und soziale Einrichtungen, Hospize und Palliativstationen

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Trauernde Menschen ob groß oder klein nicht allein zu lassen in ihrer schweren Lebenssituation ist ein Anliegen des Instituts Dellanima. Darum bietet das Institut Dellanima pädagogischen, psychologischen, sozialpädagogischen Einrichtungen professionelle, qualifizierte Beratung, Vorträge, Seminare,Fortbildungen sowie akute Unterstützung im Krisenfall.

Präventive Fortbildungscurricula zum Themenbereich für:

  • Lehrer
  • Pädagogen
  • Erzieher und Mitarbeiter aus pädagogischen/psychologischen Einrichtungen
  • Psychologen
  • Sozialarbeiter

Präventive Projekte zum Themenbereich für:

  • Kindergartengruppen
  • Schulklassen und Stufen
  • Soziale Einrichtungen

schule3Publikationen zum Themenkomplex von Stephanie Witt-Loers:

  • Sterben, Tod und Trauer in der Schule, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2009 (empfohlen vom Schulministerium NRW und vom Bundesverband Verwaister Eltern)
  • Trauerbegleitung im Leben von Kindern“ in Pädagogische Praxis, www.erzieherin.de, 2011
  • „Schulprojekte im Umgang mit Tod und Trauer“, in Leidfaden, Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2012
  • Trauernde Jugendliche in der Schule, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2012
  • Trauerreaktionen, Trauerprozesse und Trauermodelle im Kontext Schule“ in: „Immer wieder neu..Geduld, Staunen, Zuversicht“ , Herausgeber: Deutscher Kinderhospizverein, Ludwigsburg 2015, Der Hospizverlag

Beratung und Begleitung von Erziehern und Kindergartenkindern

  • Beratung und Begleitung von Lehrern und Schulklassen
  • Beratung und Begleitung von Eltern
  • Gestaltung von Kindergartentagen oder Schulstunden
  • Gestaltung von Abschieden und Abschiedsfeiern
  • Durchführung von Elternabenden
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen

Sterben, Tod und Trauer sind Themen für Kita und Schule

schule2Der Themenkomplex Sterben, Tod und Trauer begegnet uns auch in Kindertagesstätten, Schulen, Wohneinrichtungen für Kinder und Jugendliche, in Behindertenwerkstätten  und vielen anderen Bereichen des Lebens immer wieder. Menschen werden hier mit Todesfällen wie z. B. dem Tod eines Kindergartenkindes, einer Erzieherin, eines Mitschülers, Freundes oder Lehrers aus dem direkten Umfeld der Kindertagesstätte, Schule oder Wohneinrichtung konfrontiert. Hinzu kommen die Verluste, wie der Tod eines nahen Angehörigen (Großeltern, Vater, Mutter, Geschwister…) oder Freundes, die Menschen des Systems, ob groß oder klein, in ihrem persönlichen Umfeld erleben. „Kindergarten und Schule sind wichtige soziale Lebensräume, in denen Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihrer Lebenszeit und ihrer persönlichen Entwicklung verbringen. Unter anderem deshalb müssen hier Möglichkeiten zur Auseinandersetzung sowie Unterstützung für trauernde Menschen ob klein oder groß angeboten werden. Sterben, Tod und Trauer sind Teil unseres Lebens. Niemand kann sich ihnen entziehen und sie lassen sich auch aus den Lebensfeldern Kindergarten und Schule nicht heraushalten. Entscheidend ist es aus meiner Sicht jedoch, wie wir damit umgehen.“

(Auszug aus: Stephanie Witt-Loers: „Trauernde Jugendliche in der Schule, Vandenhoeck und Ruprecht Göttingen 2012)

 

Präventive Fortbildungscurricula zum Themenbereich

schule4Präventive Fortbildungscurricula bieten die Chance sich nicht erst mit dem Themenbereich auseinanderzusetzen, wenn eine akute Situationen dazu zwingt.  Oft muss dann schnell gehandelt, vieles in kurzer Zeit entschieden und erledigt werden. In vorbereitenden Fortbildungen ist genügend Zeit und Ruhe, um sich mit den wichtigen Lebensthemen, die uns alle betreffen zu beschäftigen, sich zu informieren, persönliche sowie gemeinsame Wege für akute Situationen im Team oder Kollegium zu diskutieren und zu bedenken, aber auch Handlungsstrukturen für den Notfall zu schaffen. Die vom Institut Dellanima angebotenen Fortbil­dungsmöglichkeiten für Pädagogen, bieten neben dem Aufbau persönlicher Kompetenzen auch Selbsterfahrung zu eigenen Verlusterlebnissen, vermitteln Fachwissen z. B. zu Todesvorstellungen, Trauerprozessen, Trauermodellen, Trauerreaktionen, Ritualen, Tod und Trauer in verschiedenen Religionen sowie methodisch-didak­tische Praxishilfen für Notfälle oder präventive Projekte. Insgesamt können durch die Fortbildungscurricula des Instituts Dellanima der Umgang mit den Lebensthemen Sterben, Tod und Trauer erleichtert und die vielfältigen Herausforderungen, die das Thema mit sich bringt verantwortungsbewusst angegangen werden. Zudem können Hilflosigkeit und Ohnmacht in konkreten Situationen entgegengewirkt und akute Situationen somit entlastet werden.

„Begleiter in der Zeit der Trauer zu sein ist nicht nur eine Angelegenheit für professionelle Trauerbegleiter oder Kriseninterventionsteams und sollte es auch nicht sein. Unterstützung können und müssen Trauernde gerade von Menschen aus ihrem sozialen Umfeld durch Wahrnehmung ihrer Situation, Anteilnahme, Gespräche, Gesten sowie praktische Hilfen erfahren. Und dies eben nicht nur in den ersten Tagen und Wochen, sondern langfristig.“ (Auszug aus: Stephanie Witt-Loers: „Trauernde Jugendliche in der Schule,  Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttingen 2012)

Präventive Kindergarten- und Schulprojekte

schule2Sprachlosigkeit und Scham auf der Seite der Trauernden – Hilflosigkeit und Unsicherheiten im Zusammenhang mit Tod und Trauer auf Seiten der Menschen, die Trauernden ob groß oder klein, begegnen, machen den Kontakt miteinander oft so schwer. Häufig scheitert an diesem Punkt eine Unterstützung trauernder Menschen, obwohl gerade diese aus dem direkten Lebensumfeld so hilfreich wäre.  Trauernde, ob klein oder groß, bleiben dadurch oft in ihrer schweren Lebenssituation mit vielen Fragen, Ängsten, Sorgen, Gefühlen und Gedanken allein.

Präventive Projekte in Kindertagesstätten und Schulen ermöglichen es, einen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu finden und zwar nicht erst dann, wenn das Thema gerade akut ist. Die präventive Beschäftigung mit den Lebensthemen Krankheit, Sterben, Tod, Trauer, Verlust und Abschied, möglichen Strategien in Krisen, Ressourcen sowie Informationen zum Themenkomplex erleichtern aber nicht nur einen persönlichen wie gemeinschaftlichen Umgang in Kitas und Schulen in akuten Situationen. Präventive Projekte sorgen ebenso dafür, dass das Themenfeld enttabuisiert wird und Menschen frühzeitig sensibilisiert werden. Dies wirkt sich letztendlich auch auf unsere Gesellschaft und die Haltung gegenüber kranken, sterbenden und trauernden Menschen aus.

Kindertagesstätten und Schulen können als Lebensbereiche erfahren werden, in denen wesentliche Lebensfragen und Anliegen der darin lebenden, lernenden und arbei­tenden Menschen Raum finden. Dazu tragen präventive Projekte durch Vorbereitung,  Informationen, die Stärkung sozialer Verantwortung und Empathie sowie Ressour­cenarbeit bei. Die präventiven Projekte sind altersspezifisch angepasst und bieten neben der Vermittlung von Informationen zum Thema durch den Einsatz von Medien, kleinen Vorträgen, Rollenspielen, die Möglichkeit sich auch auf kreativer Ebene altersgemäß in Einzel –  Gruppen- oder Plenumsarbeit mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen. Informationen und die aktive vorzeitige Auseinandersetzung mit verschiedensten Aspekten des Themenbereichs  unterstützen in aktuellen Notsituationen. Ängste werden abgebaut, Hilfen zur Krisenbewältigung entwickelt und wichtige soziale Fähigkeiten erlernt, wie z. B. die Fähigkeit, Gefühle auszudrücken, zu trauern oder Empathie zu entwickeln. (Vgl. Stephanie Witt-Loers in: Schulprojekte zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“, Leidfaden, Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2012, sowie Stephanie Witt-Loers  „Trauernde Jugendliche in der Schule, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2012)

Beispielhaft finden Sie hier Informationen zu einem präventiven Grundschulprojekt.

schule1Hilfe in akuten Krisensituationen sowie bei absehbarem Sterben

Ein plötzlicher Tod durch Krankheit, einen Unfall, Suizid oder Gewalt ist für die zurückbleibenden Menschen unbegreiflich und oft unerklärbar. Dieses plötzliche und unverständliche Ereignis bringt große Unsicherheit, oft auch einen Schock oder ein Trauma für Betroffene mit sich. In akuten Notfällen bietet das Institut Dellanima Unterstützung für einzelne betroffene Menschen des Systems, für Teile oder das gesamte System. Die bedürfnisorientierte, fachliche Begleitung und Handlungsweise des Instituts Dellanima wird dabei auf die individuelle Krisensituation, die Betroffenen und die Institution abgestimmt. Hier greift das Institut bei Bedarf zudem auf die Kooperation mit schulischen Kriseninterventionsteams, Seelsorgern und anderen Fachbereichen zurück. Es gilt möglichst schnell auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig strukturiert und einfühlsam zu handeln. Informationen für Betroffene sind von zentraler Bedeutung.

Ebenso wichtig ist der Umgang mit dem einschneidenden Ereignis in den ersten Stunden. Hier kann der weitere Trauerprozess positiv oder negativ beeinflusst werden.

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Wird ein Mensch aus unserem sozialen Umfeld und Lebensraum in absehbarer Zeit sterben oder ist gestorben, werden wir oft vor schwierige Situationen gestellt und sind in vielen Fragen ratlos. Ich möchte Lehrer und Erzieher, Kollegen und Vorgesetzte dazu ermutigen, sterbenden und trauernden Menschen ob groß oder klein, zu begegnen, sie auf ihrem Weg zu begleiten und sie zu unterstützen. In diesem Zusammenhang tauchen viele Fragen und konkrete Anliegen auf, die im Beratungsgespräch besprochen und bearbeitet werden können. Zudem erhalten Pädagogen in akuten Situationen Fachinformationen und Orientierungshilfen sowie praktische Möglichkeiten zum Umgang mit dem Themenkomplex. Hier können auch Fragen geklärt werden wie:

„Sollen Kinder zur Beerdigung gehen?“ “ Dürfen wir den Tod des Vaters im Kindergarten ansprechen oder ist es besser das Gespräch darüber zu vermeiden?“ Wie sollen wir den Mitschülern sagen, dass der Klassenkamerad sterben wird und wie können wir die verbleibende Zeit gestalten?“ “ Wie können wir Trost finden, wie sollen wir den Eltern des verstorbenen Kindes begegnen?“ “ Darf ich mit Kindern über den Suizid ihres Mitschülers sprechen?“ “ Wie gestalte ich einen Elternabend nach dem Tod eines Kindergartenkindes oder eines Schülers?“ “ Wie können Kinder und Jugendliche in Sterbe- und Trauerprozesse eingebunden werden?“

Akute und individuelle Beratung und Begleitung von Erziehern und Kindergartenkindern, Lehrern und Schulklassen, Eltern auch die Gestaltung von Kindergartentagen oder Schulstunden, von Abschieden und Abschiedsfeiern sowie die Durchführung von Elternabenden und Informationsveranstaltungen vor und/oder nach dem Tod eines Menschen aus dem Lebensumfeld Kindergarten oder Schule gehören deshalb zum festen Angebot des Instituts Dellanima.

Wir kommen in akuten Notsituationen oder für präventive Projekte gerne zu Ihnen.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie sich für ein Angebot interessieren. Gerne können Sie das gesamte Fortbildungsprogramm bestellen. Zudem geben wir Ihnen weitere Informationen und Referenzen auf Anfrage.